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20 Aug 2007
Von SasukeUchiha

SasukeUchiha

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Der Anime/Manga Thread

474 Antworten 13.360 Anzeigen Erstellt 20-08-2007
20 Aug 2007
Von SasukeUchiha
Da es hier im Forum einige Anime/Manga Fans gibt, wollte ich einen Thread erstellen wo drüber diskutiert wird. Im Anschluß werde ich hier noch dank Wikipedia Animes und Mangas näher für die nicht Kenner erklären. Damit will ich auch ein bischen mein verücktes Hobby beschreiben*g*.

Anime

Anime ist eine Abkürzung des englischen Begriffs animation (jap. アニメーション animēshon) und bezeichnet außerhalb von Japan, speziell in den westlichen Ländern, in Japan produzierte Animationsfilme. In Japan selbst steht Anime für alle Arten von Trickfilmen, für die im eigenen Land produzierten genauso wie für importierte.

Bedeutung von Anime in Japan

Anime sind ein fester Bestandteil des japanischen Kulturgutes. Die Bedeutung der Anime in Japan kann man an der Tatsache erkennen, dass die drei (bis 2003) erfolgreichsten Kinofilme in Japan Anime sind: Prinzessin Mononoke, Pokémon: Der Film und Chihiros Reise ins Zauberland.

Genre

Während europäische und amerikanische Zeichentrickfilme hauptsächlich auf ein jüngeres Publikum abzielen, kindgerechte Inhalte und Comedy daher im Vordergrund stehen und andere Genres eher Randerscheinungen darstellen, gibt es bei Anime ein breitgefächertes Themenspektrum für alle Altersstufen. Von Literaturverfilmungen (z. B. Das Tagebuch der Anne Frank) über Horror bis hin zu Science-Fiction werden nahezu alle Bereiche und Altersklassen abgedeckt. Auch gibt es Genres bei Anime, die fast ausschließlich in diesen vorkommen (z. B. Mecha-Serien über überdimensional große Roboter). Ein Schwerpunkt der Produktionen liegt allerdings auch in Japan bei TV-Serien für Kinder und Jugendliche, denen oft etwas mehr „zugemutet“ wird als in westlichen Kinderfilmen üblich.

Pornographische Anime (sogenannte Hentai) machen nur einen kleinen Teil des japanischen Kaufvideo-Marktes aus; im Fernsehen und im Kino werden sie in Japan überhaupt nicht gezeigt. Im Gegensatz zu weit verbreiteten Vorurteilen liegt der Hentai-Anteil bei Anime nur bei zirka 5 % der Gesamtproduktion. Viele Anime beinhalten jedoch erotische Ansätze, ohne dem Hentai-Genre zugeordnet werden zu können.

Anime- und Manga-spezifische Genre:

Ecchi:
Abgeleitet von der Aussprache des englischen Buchstabens H für „Hentai“. Japanisch für unanständige Sexualität. Diese Anime beinhalten nach der westlichen und insbesondere der deutschen Definition nur leicht sexuelle Andeutungen. In Japan ist Ecchi und Hentai dasselbe, was sich vor allem durch die Wortbildung selbst erklären lässt.
Hentai:
Japanisch für abnormal oder pervers. Dieser Begriff wird hauptsächlich von westlichen Zusehern für Anime mit pornographischen oder erotischen Inhalten genutzt. In Japan jedoch sind die Begriffe Poruno oder Ero gebräuchlich, um auf solches Material hinzuweisen.
Mahō shōjo:
Japanisch für magisches Mädchen, Bezeichnung für Geschichten von Mädchen mit magischen Kräften.
Mahō shōnen:
Japanisch für magischer Junge, männliches Äquivalent zu Mahō Shōjo.
Mecha:
Anime und Manga, in denen riesige Roboter vorkommen.
Sentai/Super Sentai:
Japanisch wörtlich für Kampfteam. Bezieht sich auf jede Sendung mit einem Team aus Superhelden.
Shōnen-Ai:
Japanisch für Jungen-Liebe. Bezeichnung für Manga und Anime, deren Thema die Liebe und Romantik zwischen männlichen Charakteren ist. Diese Bezeichnung ist in Japan wegen der Andeutungen auf Pädophilie nicht gebräuchlich und wurde daher durch den Begriff Boys Love (BL, bi eru) ersetzt.
Yuri:
Der Begriff bezieht sich auf Anime und Manga, die Liebe und Romantik zwischen weiblichen Charakteren zum Inhalt haben.
Yaoi:
Wie Shōnen Ai, hat aber meist eher die sexuelle Beziehung zum Thema.

Veröffentlichungsarten

Anime-TV-Serien haben, ebenso wie auch westliche Cartoonserien, für gewöhnlich 13, 26 oder 52 Folgen, so dass bei wöchentlicher Ausstrahlung eine Laufzeit von einem viertel, einem halben oder einem ganzen Jahr erreicht wird. Im Gegensatz zu westlichen Serien sind die meisten Anime-Serien nicht als Endlosserien ausgelegt, obwohl insbesondere Manga-Verfilmungen oft auf weit mehr als 100 Folgen kommen können.

Neben TV-Serien und Kinofilmen gibt es noch ein weiteres Format für Anime: OVA (Original Video Animation), auch OAV (Original Animated Video) genannt, das speziell für den Kaufvideo- und DVD-Markt produzierte Anime bezeichnet. Die Zielgruppe sind meist junge Erwachsene, daher sind die Inhalte in der Regel mit viel Fanservice versehen.


Zusammenarbeit mit anderen Medien

Die meisten Anime und Anime-Serien beruhen auf erfolgreichen Mangas (beispielsweise Akira, Ghost in the Shell oder Rurouni Kenshin). Es gibt gelegentlich aber auch den umgekehrten Fall, bei dem aufgrund eines erfolgreichen Anime ein entsprechender Manga gezeichnet wird (zum Beispiel bei Neon Genesis Evangelion und Tenchi Muyo!). Manchmal wird der Manga nicht neu gezeichnet, sondern aus Einzelbildern des Anime und eingefügten Sprechblasen zusammengesetzt, was in Ermangelung eines standardisierten Fachbegriffes gewöhnlich als „Anime-Comic” bezeichnet wird (zum Beispiel bei Oh! My Goddess oder Card Captor Sakura). Oft ist auch die Computerspiel-Industrie in die Anime-Produktion involviert (zum Beispiel bei .hack, Pokémon, Yu-Gi-Oh!), die auf Grundlage der Anime Computer- und Konsolenspiele produziert.


Musik

Wie in Kinofilmen wird im Anime die Musik als wichtiges künstlerisches Mittel benutzt. Mit Anime-Soundtracks wird in Japan sehr viel Geld gemacht, da diese sich häufig so oft verkaufen wie Chartstürmer-Alben. Aus diesem Grund wird Animemusik häufig von erstklassigen Musikern, Stars und Komponisten komponiert und aufgeführt. Fähige Komponisten für die Hintergrundmusik sind bei den Fans hochangesehen. Bekanntere Komponisten sind z.B. Hisaishi Joe, Kajiura Yuki, Kanno Yōko und Kawai Kenji.

Am meisten wird Musik in Anime als Hintergrundmusik genutzt um die Stimmung einer Szene wiederzugeben oder als Thema für einen Charakter. Anime mit einem Vorspann benutzen ein Vorspannlied (opening song, OP) als Einleitung. Dieses Thema passt für gewöhnlich zum Gesamtton der Sendung und dient dazu den Zuschauer für das anschließende Programm zu begeistern. Zwischen- (insert song) und Abspannlieder (ending song, ED) kommentieren oft die Handlung oder die Sendung als ganzes und dienen häufig dazu eine besondere wichtige Szene hervorzuheben. Diese Lieder werden häufig von bekannten Musikern oder japanischen Idolen gesungen, aber auch von den Sprechern (Seiyū), die wiederum dadurch zu Idolen werden. Somit sind sie ein sehr wichtiger Bestandteil des Programms.

Zusätzlich zu diesem Musikthemen veröffentlichen die Sprecher eines bestimmten Anime auch CDs für ihren Charakter, Image Album genannt. Trotz dem Wort image beinhalten sie nur Musik und/oder Textpassagen, in denen der Sprecher zu dem Zuhöhrer oder über sich singt/redet, wodurch der Zuhörer glaubt, dass der Charakter selber singt oder redet. Eine andere Art von Anime-CD-Veröffentlichungen sind Drama-CDs in denen die Sprecher eine Geschichte erzählen die häufig im Anime nicht vorkam.


Bekannte Anime-Studios

Das bekannteste und erfolgreichste japanische Anime-Studio ist Studio Ghibli, in dem seit 1985 unter der Leitung von Hayao Miyazaki ein Kassenschlager nach dem anderen entsteht (z. B. Prinzessin Mononoke 1997, Chihiros Reise ins Zauberland 2001, Das wandelnde Schloss 2004).

Seinen bisher größten weltweiten Erfolg feierte Studio Ghibli mit Chihiros Reise ins Zauberland: Der Film erhielt neben zahlreichen internationalen Zuschauer- und Kritikerpreisen im Jahr 2002 den Goldenen Bären auf der Berlinale und im Jahr 2003 den Oscar als bester Animationsfilm, was ihn zum meistausgezeichneten Zeichentrickfilm aller Zeiten macht.

Weitere bekannte Anime-Studios:

GAINAX (Neon Genesis Evangelion, Die Macht des Zaubersteins, FLCL)
Toei Animation (Sailor Moon, Dragonball, Saint Seiya, Captain Future, One Piece)
Nippon Animation (World Masterpiece Theater, eine Serienreihe)
Studio Pierrot (Naruto, Saber Rider)
Sunrise Inc. (Inu Yasha, City Hunter, Cowboy Bebop, The Vision of Escaflowne)

Arbeitsbedingungen japanischer Anime-Zeichner

Laut einer im Jahr 2005 durchgeführten Studie arbeiten japanische Anime-Zeichner im Durchschnitt 10,2 Stunden pro Arbeitstag bzw. 250 Stunden pro Monat. Zwei Drittel aller Zeichner verdienen weniger als 3 Millionen Yen (ca. 21.700 Euro) pro Jahr, 27 % geben sogar einen Jahresverdienst von weniger als 1 Million Yen (ca. 7.200 Euro) an. 80 % aller Zeichner arbeiten nach einem festen Bezahlungsschema, bei dem sie pro Einzelbild im Durchschnitt 186,9 Yen (ca. 1,35 Euro) erhalten

Anime im deutschen Kino

Der erste Anime in Deutschland war der Kinofilm Der Zauberer und die Banditen (jap. 少年猿飛佐助 shōnen sarutobi sasuke , engl. Magic Boy) von Toei Animation aus dem Jahr 1959. Er hatte seinen deutschen Kinostart am 16. März 1961.

Seither sind im deutschen Kino über 30 Anime-Filme gezeigt worden, darunter Akira (1991), Ghost in the Shell (1997), Perfect Blue (2000) und einige Produktionen von Studio Ghibli wie Prinzessin Mononoke (2001), Chihiros Reise ins Zauberland (2003) und Das wandelnde Schloss (2005). Die bisher höchsten Zuschauerzahlen hatten die drei im Kino gezeigten Filme zur Pokémon-Serie.


Anime im deutschen Fernsehen

Die erste Anime-Serie im deutschen Fernsehen war Speed Racer (Tatsunoko Productions, 1967), von der ab dem 18. November 1971 in der ARD drei von ursprünglich acht geplanten Folgen gezeigt wurden. Aufgrund von Protesten von Eltern, Pädagogen und Medien wurde jedoch die vierte, bereits angekündigte Folge kurzfristig gestrichen. Im Frühjahr 1973 wurden zwei weitere Folgen ohne Vorankündigung als Ersatz für ausgefallene Asterix-Sendungen ins Programm genommen, danach wurde die Serie nach erneuten Protesten vollständig abgesetzt.
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Anime im deutschen Fernsehen

Die erste Anime-Serie im deutschen Fernsehen war Speed Racer (Tatsunoko Productions, 1967), von der ab dem 18. November 1971 in der ARD drei von ursprünglich acht geplanten Folgen gezeigt wurden. Aufgrund von Protesten von Eltern, Pädagogen und Medien wurde jedoch die vierte, bereits angekündigte Folge kurzfristig gestrichen. Im Frühjahr 1973 wurden zwei weitere Folgen ohne Vorankündigung als Ersatz für ausgefallene Asterix-Sendungen ins Programm genommen, danach wurde die Serie nach erneuten Protesten vollständig abgesetzt.

Ja ja Deutschland ist schon ein krankes Land!
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AW: Der Anime/Manga Thread

Ich bin es Samonuske
PS ID: SAMONUSKE1
"Es ist Krieg"sprach der Tod,warf die Sense weg und stieg auf seinen Mähdrescher.

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SasukeUchiha

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Manga

Manga (jap. 漫画, etwa: zwangloses, ungezügeltes Bild) ist der japanische Begriff für Comics.

Begriffsabgrenzung

Ähnlich wie der westliche Begriff Comic ist auch Manga in seiner Bedeutung eher unscharf und schließt neben statischen Bildergeschichten, kurzen Comic Strips und Karikaturen zum Beispiel auch Zeichentrickfilme mit ein. Um sie besser von Comics in Buchform unterscheiden zu können, hat sich für japanische Zeichentrickfilme jedoch weltweit die Verwendung des Fachwortes Anime durchgesetzt. Als Mehrzahl von Manga ist im Deutschen sowohl „die Manga“ als auch „die Mangas“ üblich.

In Japan wird der Begriff „Manga“ gleichberechtigt mit „Comic“ (コミック komikku) für alle Arten von Comics verwendet, unabhängig von ihrer Herkunft. Im Westen bezeichnete man mit Manga zunächst meist nur Comics aus Japan, mittlerweile wird der Begriff aber vor allem von Comicverlagen auch zunehmend für Comics aus anderen Ländern verwendet, die sich am Stil japanischer Produktionen orientieren.

In Abgrenzung zu den japanischen Manga werden Comics aus Südkorea als Manhwa und Comics aus dem chinesischen Raum als Manhua bezeichnet.


Moderne Manga

Viele moderne Manga sind eher bild- als textlastig. Sie sind vor allem in schwarz-weiß gehalten und werden entsprechend der traditionellen japanischen Leserichtung von „hinten“ nach „vorne“ und von rechts nach links gelesen.

In Japan erscheinen Manga in folgenden Formen:

Vier-Bilder-Manga (4コマ漫画 yonkoma manga) entsprechen den amerikanischen comic strips und werden wie diese in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.
Überwiegend in monatlichem, seltener in zweiwöchentlichem oder wöchentlichem Rhythmus erscheinen telefonbuchdicke Manga-Magazine (漫画雑誌 mangazasshi), in denen auf 100 bis über 1000 Seiten die neuesten Kapitel mehrerer Serien zusammengefasst werden. Sie sind für umgerechnet zwei bis fünf Euro am Zeitungsstand erhältlich, haben eine schlechte Papier- und Druckqualität und werden normalerweise nach dem Lesen weggeworfen. Zu den bekanntesten Manga-Magazinen gehören u. a. Shōnen Sunday (seit 1959) und Big Comic (seit 1968) vom Shogakukan-Verlag, Shōnen Magazine (seit 1959) vom Kodansha-Verlag und Shōnen Jump (seit 1968) vom Shueisha-Verlag. Während beispielsweise im Jahr 1982 in Japan 160 Manga-Magazine und im Jahr 1992 224 Manga-Magazine erschienen, werden aktuell (Sommer 2007) 266 Magazine mit einem auf den Monat umgerechneten Gesamtumfang von etwa 100.000 Seiten veröffentlicht. Manga-Magazine machen etwa 70 % des japanischen Manga-Marktes aus.
Jeweils im Abstand von mehreren Monaten erscheinen Taschenbücher mit Schutzumschlag (単行本 tankōbon), in denen mehrere vorher in den Magazinen erschienene Kapitel einer erfolgreichen Serie in sehr guter Druckqualität zum Sammeln und Aufbewahren neu aufgelegt werden. Oft enthalten sie zusätzliche Bonus-Kapitel, die nicht vorher in den Magazinen abgedruckt wurden, dafür sind die in den Magazinen farbig gedruckten Kapiteleinleitungsseiten meistens schwarz-weiß. Immer häufiger werden von diesen Taschenbüchern neben der normalen Auflage auch limitierte Sonderausgaben veröffentlicht, denen exklusive Figuren oder Merchandising-Artikel zur jeweiligen Serie beiliegen. Der Anteil der Manga-Taschenbücher am japanischen Manga-Markt umfasst etwa 30 %.
Seit etwa 2004 gibt es in zunehmendem Maße die Möglichkeit, Manga in digitaler Form kostenpflichtig z. B. auf Mobiltelefone herunterzuladen. Die Bildfolgen sind dafür bildschirmgerecht aufgeteilt und teilweise auch durch technische Effekte (z. B. Einsatz der Pager-Funktion bei Actionszenen) aufbereitet, einige Manga-Serien werden exklusiv für Mobiltelefone angeboten. Aufgrund der geringen Downloadkosten von 40 bis 60 Yen (etwa 30 bis 45 Cent) pro Geschichte und der ständigen Verfügbarkeit hat dieser Markt bereits einen Umfang von mehreren Millionen Aufrufen pro Jahr.



Entwicklung der japanischen Comickunst

Die ältesten bekannten Vorläufer der japanischen Comickunst sind Zeichnungen und Karikaturen aus dem frühen 8. Jahrhundert, die im Jahr 1935 bei Restaurierungsarbeiten am Hōryū-Tempel in Nara auf der Rückseite von Deckenbalken entdeckt wurden.

Buddhistische Mönche begannen schon früh, Bildergeschichten auf Papierrollen zu zeichnen. Das bekannteste dieser Werke ist die erste von insgesamt vier Chōjūgiga (鳥獣戯画, Vogel- und Tierkarikaturen) des Mönchs Sōjō Toba (1053–1140): Dabei handelt es sich um eine Satire, in der sich Tiere wie Mönche benehmen. Im 13. Jahrhundert begann man, Tempelwände mit Zeichnungen von Tieren und vom Leben nach dem Tod zu bemalen. Diese Darstellungsform wurde im 16. Jahrhundert auf Holzschnitte übertragen, wobei auch Zeichnungen aus dem Alltagsleben bis hin zu erotischen Bildern hinzukamen.

Ab dem späten 17. Jahrhundert entstanden Ukiyo-e genannte Holzschnittbilder, die das unbeschwerte Leben bis hin zu sexuellen Ausschweifungen zum Inhalt hatten und rasch massenhafte Verbreitung fanden. Der Begriff Manga, dessen eigentlicher Urheber unbekannt ist, wurde vom Ukiyo-e-Meister Katsushika Hokusai (1760–1849) populär gemacht. Die Hokusai-Manga sind Skizzen, die in insgesamt 15 Bänden veröffentlicht wurden und keine zusammenhängende Geschichte erzählen, sondern Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur während der späten Edo-Zeit (1603–1868) darstellen.

Im frühen 18. Jahrhundert entstanden die nach dem Mönch Sōjō Toba benannten, so genannten Toba-e: Bücher, in denen schwarz-weiße Holzschnittdrucke mit integriertem Text fortlaufende Geschichten bildeten und die hauptsächlich satirischen oder lustigen Inhalt hatten. Im 19. Jahrhundert waren Toba-e die beliebteste Lektüre in Japan.

Nach Beendigung der Abschließung Japans und der zunehmenden Öffnung nach außen gewann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das westliche Verlagswesen an Einfluss. Neben neuen, verbesserten Drucktechniken ließ man sich vom Stil europäischer und US-amerikanischer Karikaturen inspirieren, zu dessen Verbreitung in Japan die Satiremagazine The Japan Punch (1862–1887, gegründet von Charles Wirgman) und Tôbaé (ab 1887, gegründet von Georges Bigot) beitrugen, sowie von den neu entstehenden comic strips von Zeichnern wie Richard Outcault und Rudolph Dirks. Als erster Vorläufer von Manga in heutigem Sinne gilt die 1902 von Rakuten Kitazawa (1876–1955) gezeichnete Geschichte Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio. Kitazawa gründete auch das Satiremagazin Tokyo Puck (ab 1905) und die erste japanische Schule für Karikaturen und Manga.

Trotz zunehmender Einschränkungsversuche durch die japanische Regierung konnten sich solche grafischen Veröffentlichungen in Japan bis zum Zweiten Weltkrieg halten. Im Zweiten Weltkrieg initiierte die japanische Regierung nach der Auflösung vieler Manga-Zeichnergruppen 1940 die staatliche Dachorganisation Shin Nippon Mangaka Kyōkai („Neue Vereinigung der Manga-Zeichner Japans“), und Manga wurden gezielt als Kriegspropaganda eingesetzt.

Schon bald nach dem Krieg gründeten sich zahlreiche neue Kleinverlage. Der einflussreichste Wegbereiter des modernen Manga war der Arzt Osamu Tezuka (1928–1989), der nebenher als Zeichner für einen dieser Kleinverlage arbeitete. Beeinflusst vom Stil der frühen Disney-Zeichentrickfilme und von expressionistischen deutschen und französischen Filmen, gab er Anfang der 1950er-Jahre seinen Beruf auf und entwickelte nicht nur die Grundlagen des heutigen Manga-Stils, sondern auch die Basis für die moderne Anime-Industrie. Eines seiner weltweit bekanntesten Werke ist Tetsuwan Atomu (englisch Astro Boy), im deutschsprachigen Raum ist er jedoch eher durch seine Fernsehserie Kimba, der weiße Löwe bekannt. Von den japanischen Fans hat Tezuka für seine Verdienste den Ehrentitel Manga no Kamisama (Gott des Manga) verliehen bekommen.


Bedeutung in Japan

Mit der Zeit haben sich bei Manga verschiedene Untergruppen für nahezu jede Zielgruppe herausgebildet, unterteilt z. B. nach Alter (von Kleinkind-Manga bis zu Silver Manga für Senioren), sexueller Orientierung (z. B. Hentai, Yuri und Yaoi), Hobbys oder Fachgebieten (z. B. Jidai-geki, die sich mit japanischer Geschichte beschäftigen). Bei Manga für Jugendliche wird zwischen Themen für Mädchen (Shōjo) und für Jungen (Shōnen) unterschieden, bei Manga für Erwachsene zwischen Themen für Frauen (Josei) und für Männer (Seinen). Diese Abgrenzungen sind außerhalb Japans allerdings weniger scharf.

Parallel zu den hauptsächlich für den kommerziellen Markt produzierten Manga entwickelten sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg so genannte alternative Manga, für die der Zeichner Yoshihiro Tatsumi Ende der 1950er Jahre den Begriff Gekiga prägte. Diese eigenständige Bewegung, die sich eher an eine erwachsene Leserschaft richtete, ermöglichte Künstlern im Vergleich zu den jeweils vorherrschenden Trends größere Freiheiten in Ausdruck und Stil. Als jedoch auch die großen Manga-Verlage mit der Veröffentlichung alternativer Magazine begannen und Gekiga-Serien wie z. B. Golgo 13 sich zu neuen Trendsettern im kommerziellen Bereich entwickelten, ging die Gekiga-Bewegung größtenteils in den „Mainstream-Manga“ auf.

Als Dōjinshi bzw. Dōjin bezeichnet man von Fans gezeichnete inoffizielle Fortsetzungen oder Alternativgeschichten zu bekannten Anime bzw. Manga oder Spielen. In Japan werden sie oft von spezialisierten Kleinverlagen oder in Eigeninitiative veröffentlicht. Der zwei Mal jährlich in Tokio stattfindende Comic Market (auch „Comiket“ genannt) ist nicht nur die größte Dōjin-Messe Japans, sondern mit über 40.000 Ausstellern und über 450.000 Besuchern sogar die größte Comic-Veranstaltung der Welt.

Im Herbst 2000 erkannte die japanische Regierung Manga und Anime offiziell als eigenständige, förderungswürdige Kunstform an.

Verbreitung

Die in Japan bekannteste und am weitesten verbreitete Manga-Figur ist die 1969 entstandene blaue Roboterkatze Doraemon.

Manga-Zeichnungen finden auch jenseits des reinen Geschichtenerzählens breite Anwendung, z. B. in Kochbüchern, Bedienungsanleitungen oder bei Hinweisen.

Doraemon als Werbefigur einer Speditionsfirma
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/18/DoraemonTruckInJapan.jpg

Plakat gegen Unhöflichkeit in einem Nahverkehrszug
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/ae/MangaGoodMannersInJapaneseTrains.jpg

Japanisches Baustellen-Warnschild
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/2c/MangaMenAtWork.jpg

Seit 1997 ist die Zahl der Manga Kissa in Japan stark gestiegen. Dabei handelt es sich um Verbindungen aus Café und Manga-Bibliothek, die neben Manga zum Lesen vor Ort auch zahlreiche Annehmlichkeiten anbieten.


Preise und Auszeichnungen

Zu den bedeutendsten im Manga-Bereich verliehenen Preisen gehören als älteste Auszeichnung der vom gleichnamigen Verlag 1956 ins Leben gerufene Shogakukan-Manga-Preis für die besten Manga, sowie der seit 1977 verliehene Kodansha-Manga-Preis und der seit 1997 von der Zeitung Asahi Shimbun jährlich in vier Kategorien vergebene Osamu-Tezuka-Kulturpreis für herausragende Zeichner und Personen oder Institutionen, die sich um Manga besonders verdient gemacht haben.


Realverfilmungen

Vergleichbar mit US-amerikanischen Comic-Verfilmungen gibt es in der japanischen Filmindustrie seit der Jahrtausendwende zunehmend Bestrebungen, Manga als Realfilme oder -serien umzusetzen; Beispiele hierfür sind Touch, Ichi the Killer, Oldboy oder Uzumaki. Immer mehr japanische Regisseure sind mit Manga aufgewachsen, und der Fortschritt der Tricktechnik ermöglicht mittlerweile die Adaption selbst komplexester Szenen. Zudem können bei einer Manga-Umsetzung die Fans des Originalwerkes auch ohne großen Werbeaufwand erreicht werden.

Zu den erfolgreichsten Realverfilmungen von Manga der letzten Jahre zählen unter anderem die Fernsehserie zu Great Teacher Onizuka (1998), deren letzte Folge die höchste jemals erreichte Einschaltquote eines Serienfinales im japanischen Fernsehen hatte, und der Kinofilm zu Nana (2005), der mit einem Einspielergebnis von umgerechnet ungefähr 29 Millionen Euro auf Platz 5 der erfolgreichsten japanischen Kinofilme dieses Jahres kam. Mit Death Note (2006) ist eine Manga-Umsetzung erstmals von vornherein als zweiteilige Kinofassung ausgelegt.

Manga als Wirtschaftsfaktor

Manga sind eine der Hauptsäulen des japanischen Verlagswesens. Im Jahr 2002 machten sie 38,1 % aller Drucksachen in Japan aus, wovon knapp 28 % auf Manga-Magazine und knapp 11 % auf Manga-Taschenbücher entfielen (in Deutschland umfassen Comics nur ca. 3 % aller Drucksachen).

Statistisch gesehen kauft jeder Japaner pro Jahr 15 Manga (Deutschland: 0,25 Comics pro Kopf und Jahr). Bei den Umsatzzahlen zeigt sich aktuell ein neuer Trend: Während im Jahr 2004 die Gesamteinnahmen bei Manga-Magazinen noch bei ca. 255 Milliarden Yen und bei Manga-Taschenbüchern bei ca. 250 Milliarden Yen (damals zusammen etwa 3,7 Milliarden Euro) lagen, gingen im Jahr 2005 die Einnahmen bei Manga-Magazinen um 5 % auf 242,1 Milliarden Yen zurück (und lagen damit nur noch bei etwa 70 % der Einnahmen im Jahr 1995), während die Einnahmen bei Manga-Taschenbüchern um 4,2 % auf 260,2 Milliarden Yen stiegen. 2005 war also das erste Jahr in der japanischen Verlagsgeschichte, in dem die Gesamteinnahmen bei Manga-Taschenbüchern höher lagen als bei Manga-Magazinen.


Auflagenzahlen

Die Gesamtauflage aller Manga (Magazine und Taschenbücher) betrug im Jahr 2004 in Japan 1,38 Milliarden Exemplare, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 3,5 % bedeutete. Für diese seit dem Höhepunkt des Manga-Booms Mitte der 1990er-Jahre stattfindende Reduzierung des Marktes wird unter anderem auch der Rückgang der Geburtenzahlen in Japan insbesondere seit Beginn der 1980er-Jahre verantwortlich gemacht.

Die Gesamtauflage aller Manga-Magazine ging 2005 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich knapp 7 % zurück. Weekly Shonen Jump, das erfolgreichste Magazin, erlebte 2005 mit knapp drei Millionen verkaufter Exemplare pro Woche einen Rückgang von „nur“ 1,4 % gegenüber 2004; Mitte der 1990er-Jahre waren von dem Magazin allerdings noch sechs Millionen Exemplare pro Woche verkauft worden.

Während durchschnittliche Manga-Serien mit einer Startauflage von 300.000 bis 500.000 Exemplaren pro Band in den Handel kommen, können die erfolgreichsten Einzelbände Erstauflagen im Millionenbereich erreichen. Den Rekord hält gegenwärtig Band 27 der Serie One Piece: Allein von dessen im Februar 2003 erschienener Erstauflage wurden 2,63 Millionen Exemplare verkauft.

Die erfolgreichsten Manga-Serien in Japan nach Verkaufszahlen (Stand März 2005, die angegebene Anzahl an Bänden bezieht sich auf den damaligen Zeitpunkt):

Kochira Katsushika-ku Kameari Kouen-mae Hashutsusho (Kurzform Kochikame, 143 Bände): 130 Millionen Exemplare
Dragonball (42 Bände, abgeschlossen): 126 Millionen Exemplare
Oishimbo (90 Bände): 111,2 Millionen Exemplare
Golgo 13 (135 Bände): 110 Millionen Exemplare
Detektiv Conan (48 Bände): 110 Millionen Exemplare
Slam Dunk (31 Bände, abgeschlossen): 105 Millionen Exemplare
One Piece (36 Bände): 100 Millionen Exemplare
Golgo 13 (seit 1968) und Kochikame (seit 1977) gehören zugleich auch zu den am längsten ununterbrochen laufenden Manga-Serien und zu denen mit der höchsten Anzahl an Sammelbänden.


Manga-Zeichner

Autoren von Manga werden Mangaka genannt. Es gibt in Japan etliche Möglichkeiten, Mangaka zu werden, z. B. durch einen Sieg bei einem Zeichenwettbewerb oder durch eine erfolgreiche Bewerbung bei einem Verlag. Im Allgemeinen beginnt man dann als Assistent für „Anfängerarbeiten“ im Zeichnerteam eines bereits erfolgreichen Manga-Künstlers. Im Laufe der Zeit kann man sich innerhalb des Teams hocharbeiten und bekommt möglicherweise die Chance auf selbstständige Manga-Projekte.

Schätzungen zufolge gibt es in Japan ständig einige Zehntausend Zeichenassistenten, von denen der größte Teil mangels Aufstiegschancen jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder aussteigt. Auch die meisten der etwa 3.000 hauptberuflich tätigen japanischen Mangaka können ihren Lebensunterhalt nicht alleine durch Zeichnen bestreiten und sind daher auf Nebentätigkeiten oder finanzielle Unterstützung angewiesen. Nur etwa 300 Künstler können ausschließlich vom Manga-Zeichnen leben – als namentlich bekannte Mangaka mit lang laufenden Manga-Serien und großen Teams.
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Manga in den USA

Der erste in den USA veröffentlichte Manga war Barfuß durch Hiroshima, der 1978 von einer in San Francisco und Tokio tätigen Fan-Übersetzergruppe privat verlegt wurde. Als erste Manga-Serie in einem US-amerikanischen Verlag erschien ab Mai 1987 bei First Comics Lone Wolf & Cub, deren erste Bände aufgrund des großen Verkaufserfolges bereits nach kurzer Zeit nachgedruckt werden mussten. Noch im gleichen Jahr brachte Eclipse Comics die Manga-Serien Kamui, Mai the Psychic Girl und Area 88 als Fortsetzungskapitel in einem zweiwöchentlich erscheinenden Comicheft heraus. Im Jahr 1988 folgte Marvel Comics mit der Veröffentlichung von Akira, das zu einem Wegbereiter der weltweiten Manga- und Anime-Verbreitung wurde.

Die ersten Manga in den USA waren zur Anpassung an die übrigen Comicpublikationen auf westliches Leseformat gespiegelt und auf Albenformat vergrößert worden. Als erste Manga-Serie in original japanischer Leserichtung in den USA erschien zwar bereits 1989 Panorama of Hell bei Blast Books, doch erst der Tokyopop-Verlag brachte ab 1996 Manga-Serien konsequent ungespiegelt heraus.

Im Jahr 2005 betrug der Umsatz des nordamerikanischen Manga-Marktes etwa 125 bis 145 Millionen Euro, und unter den 100 meistverkauften Comicbänden in den USA waren 80 Manga-Bände.


Manga in Europa

Die ersten Manga in Europa erschienen Anfang der 1980er-Jahre in Italien. Die erste Manga-Serie in Spanien war das 1984 veröffentlichte Candy Candy.

Der Manga-Anteil am französischen Comicmarkt stieg von 10 % im Jahr 2001 auf 22 % im Jahr 2006.

Der Manga-Markt in Großbritannien entwickelte sich später als in den meisten übrigen europäischen Ländern. Während im Jahr 2001 etwa 100.000 Manga-Bände mit einem Gesamtumsatz von umgerechnet 2 Millionen Euro verkauft wurden, waren es im Jahr 2005 knapp 600.000 Manga-Bände mit einem Gesamtumsatz von umgerechnet 7,6 Millionen Euro. Die meisten Manga in Großbritannien werden aus den USA eingeführt, der erste britische Manga-Verlag wurde im August 2005 gegründet.


Manga in Deutschland

Die ersten in Deutschland veröffentlichten Manga waren die Einzelbände Barfuß durch Hiroshima – Eine Bildergeschichte gegen den Krieg von Keiji Nakazawa (Rowohlt Verlag 1982; ausführlichere Fassung vom Carlsen Verlag 2004), Heine – Dichter der Liebe und Revolution von Keiko Ogata (Verlag der Goethe-Handlung Düsseldorf 1988) und Japan GmbH von Shōtarō Ishinomori (Verlag Norman Rentrop 1989), sowie die ersten Kapitel der Serie Kozure Ōkami unter dem Titel Der Wolf und sein Junges in der Comic-Anthologie „Macao“ (Borchert & Querengässer 1989; ausführlichere Fassung vom Carlsen Verlag 1996–1997, vollständige Fassung von Planet Manga seit 2003).

Während sich in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien bereits seit Anfang bis Mitte der 1980er-Jahre rasch größer werdende Manga-Fangemeinden bildeten, etablierte sich das Genre in Deutschland erst ab den 1990er-Jahren dauerhaft. Die erste vollständig auf Deutsch erscheinende Serie war ab 1991 Akira, und die Manga wurden zunächst nach amerikanischem und französischem Vorbild auf „westliche“ Leserichtung gespiegelt, auf Albenformat vergrößert und auf mehr Bände aufgeteilt. Während die erste in original japanischer Leserichtung belassene deutschsprachige Veröffentlichung, die dreibändige Serie Genji Monogatari Asakiyumemishi, bereits 1992 im Okawa-Verlag erschien, kam der endgültige Durchbruch für ungespiegelte Manga erst Ende 1996 mit der Serie Dragonball des Carlsen-Verlags.

Mittlerweile erscheinen allein bei den größten deutschen Manga-Verlagen Carlsen Comics, Egmont Manga und Anime (EMA), Tokyopop, Planet Manga (Manga-Label von Panini Comics) und Heyne jährlich über 800 Manga-Bände. Beim Carlsen-Verlag wird außerdem das monatlich erscheinende Manga-Magazin Daisuki veröffentlicht. Nicht alle deutschen Manga-Projekte sind jedoch erfolgreich: So mussten beispielsweise die Manga-Magazine Manga Power und Manga Twister von EMA wegen unzureichender Verkaufszahlen und BANZAI! von Carlsen wegen Lizenzproblemen wieder eingestellt werden.

Die Entwicklung des Manga-Booms in Deutschland lässt sich z. B. an den Umsatzzahlen des Carlsen-Verlags ablesen: Während der Verlag 1995 Manga für knapp 400.000 Euro verkaufte, lag sein Manga-Umsatz im Jahr 2000 bei über vier Millionen Euro und im Jahr 2002 bei über 16 Millionen Euro.

Schätzungen zufolge machen Manga – zusammen mit südkoreanischen Manhwa und chinesischen Manhua – mittlerweile etwa 75–80 % des deutschsprachigen Comicmarktes aus, im Jahr 2005 lag der Manga-Bruttoumsatz in Deutschland bei 70 Millionen Euro. Mit einem Zuwachs von 6,9 % war der Manga-Sektor 2005 der am stärksten wachsende Bereich des deutschen Buchmarktes, dessen Gesamtwachstum bei weniger als 1 % lag. Im Jahr 2005 war Egmont Manga und Anime (EMA) mit einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro Marktführer, im Jahr 2006 lag laut GfK-Angaben Carlsen Comics mit einem Marktanteil von 41 % knapp vor EMA (38 %).

Seit der Jahrtausendwende haben Manga auf etablierten deutschen Literaturveranstaltungen wie der Frankfurter Buchmesse und der Leipziger Buchmesse eigene Messebereiche. Seit kurzem gibt es auch deutsche Manga-Auszeichnungen, wie die Kategorien „Manga/Manhwa international“ und „Manga-Eigenpublikation (national)“ des seit 2004 bestehenden Sondermann-Preises der Frankfurter Buchmesse und die 2006 ins Leben gerufene Kategorie „Bester Manga“ des Max-und-Moritz-Preises des Comic-Salons Erlangen. Außerdem werden offizielle Manga-Zeichenwettbewerbe initiiert, mit denen gezielt deutsche Nachwuchstalente gefördert werden sollen


Quelle: www.wikipedia.org
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SasukeUchiha

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Ja ja Deutschland ist schon ein krankes Land!

Ich hätte das noch mit Captain Future schreiben können. War in den 80gern genau das gleiche. Wurde auch abgesetzt weil sich die Eltern beschwert haben.
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[SG1-Atlantis]

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also deine langen Threads les ich mir mal jetzt nicht durch ^^
ich find nur schade das wenn mal ein Anime in Deutschland kommt die Stimme der Charaktere drunter leidet
daher meisten US Import und dann irgendwo nen Deutsche Sub Spur gesucht ^^
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ich find nur schade das wenn mal ein Anime in Deutschland kommt die Stimme der Charaktere drunter leidet
daher meisten US Import und dann irgendwo nen Deutsche Sub Spur gesucht ^^
Jo, bestes Beispiel in der Street Fighter-Film.
So ne abgrundtief schlechte Synchronisation gibt es kein zweites mal.
Ihr könnt euch den StreetFighter-Film auf www.stage6.com angucken. Dort sind auch die Naruto Shippuuden schon online (teilweise mit deutschen Sub-Titel).

mfg Düse
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MDK-X

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Bekannte Anime-Studios

Das bekannteste und erfolgreichste japanische Anime-Studio ist Studio Ghibli, in dem seit 1985 unter der Leitung von Hayao Miyazaki ein Kassenschlager nach dem anderen entsteht (z. B. Prinzessin Mononoke 1997, Chihiros Reise ins Zauberland 2001, Das wandelnde Schloss 2004).

Seinen bisher größten weltweiten Erfolg feierte Studio Ghibli mit Chihiros Reise ins Zauberland: Der Film erhielt neben zahlreichen internationalen Zuschauer- und Kritikerpreisen im Jahr 2002 den Goldenen Bären auf der Berlinale und im Jahr 2003 den Oscar als bester Animationsfilm, was ihn zum meistausgezeichneten Zeichentrickfilm aller Zeiten macht.

Weitere bekannte Anime-Studios:

GAINAX (Neon Genesis Evangelion, Die Macht des Zaubersteins, FLCL)
Toei Animation (Sailor Moon, Dragonball, Saint Seiya, Captain Future, One Piece)
Nippon Animation (World Masterpiece Theater, eine Serienreihe)
Studio Pierrot (Naruto, Saber Rider)
Sunrise Inc. (Inu Yasha, City Hunter, Cowboy Bebop, The Vision of Escaflowne)


Also da feht auf alle fälle:

Gonzo (Gantz, Burst Angel, Hellsing (und OVA))
Production I.G. (Neon Genesis Evangelion(Movies), Blood, Ghost in the Shell)

US Import
Ich schau fast alle meine Anime Movies und Serien im Orginal mit Deutschen Untertitel!
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SasukeUchiha

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Jo, bestes Beispiel in der Street Fighter-Film. So ne abgrundtief schlechte Synchronisation gibt es kein zweites mal. Ihr könnt euch den StreetFighter-Film auf www.stage6.com angucken. Dort sind auch die Naruto Shippuuden schon online (teilweise mit deutschen Sub-Titel). mfg Düse OOOOOHHHHHH da hast du Naruto nicht gesehen. So eine Dialog Verharmlosung hab ich noch nie gesehen. Unglaublich wie das Wort Tot umschrieben wird.
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[Tekken Ninja]

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früher als ich noch so 8/9 war hab ich animes geliebt.
am meisten mochte ich digimon.
aber jetzt ist das für mich zu kindisch.
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Ich packs mal hier rein. Passt ja thematisch recht gut. :BigGrin:

 

Vorhin gerade gekauft.

 

 

Achja... bisserl Klugscheißen...  dat ALL YOU NEED IS KILL, wurde übrigens vor einiger Zeit von den Amis als Edge of Tomorrow verfilmt.

 

Links davon die Novelle [quasi der Roman] und daneben Band 1 des zweiteiligen Mangas.

 

Danke. Habe fertig. 

 

:BigGrin:

 

 

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If children lived in a remote area, they would make friends with the animals living there and grow up relating to and having curiosity about the complexity and depth of nature that surrounds them. But in our current society, they grow up relating only to their parents or to a small number of friends. What fills in the gaps in their lives is the mass of electronic subculture.

 

 

Heute endlich eingetroffen... :Love: :Love: :Love:

 

 

 

Btw... man sehe sich mal den aktuellen Preis des Vorgängers STARTING POINT in der Hardcover Version an, welche ebenfalls schon in meinem Besitz ist... :Winner:

 

 

 

Spoiler

 

 

 

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Gar nicht mitbekommen. Grade habe ich mir überlegt die komplette Box von Steins;Gate bei Amazon.com zu importieren, da ist sie grade im Angebot.

 

Jetzt habe ich natürlich erstmal nachgeforscht, ob es nicht doch inzwischen eine Lizenzierung für Deutschland gibt uuuuund die gibt es. :Music:

 

Steins;Gate erscheint bei uns noch dieses Jahr auf BD und DVD. Edit: Wurde auf 2015 verschoben. xD

 

 

 

Ebenfalls ein Must Have dieses Jahr (12. Dezember - hoffentlich ohne Verschiebung ^^).

 

 

Das letzte Werk von Hayao Miyazaki.

 

 

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Wer die Free TV Premiere von Ame & Yuki Die Wolfskinder am Mittwochabend von arte verpasst haben sollte, kann sich über zwei Wiederholungen freuen.

 

Termine:

 

25-12-2014 (Donnerstag) 9.50 Uhr

31-12-2014 (Mittwoch) 8.55 Uhr

 

 

Habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und ihn gleich geschaut. :BigGrin:

 

Hosoda ist nach Das Mädchen, dass durch die Zeit sprang und Summer Wars mit Ame & Yuki ein weiterer sehr sehr schöner Anime gelungen.  Ein phantasievoll großer kleiner Streifen über die unglaubliche Kraft der Familienbande. Absolut sehenswert für die ganze Familie. :WitchyGrin:

 

 

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Danke für die Info. Habe ich gar nicht mitbekommen.

 

Hrm, blöd, hätte ich das mal früher gewusst/geahnt. Ich hatte die DVD auf meinen Weihnachtswunschzettel stehen, die bekomme ich bestimmt geschenkt. Naja, egal. Ich freue mich trotzdem. ^^

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chungkingAngeL schrieb:

kaze-anime-ame-yuki-die-wolfskinder-dvd-cover.jpg

 

Wer die Free TV Premiere von Ame & Yuki Die Wolfskinder am Mittwochabend von arte verpasst haben sollte, kann sich über zwei Wiederholungen freuen.

 

Termine:

 

25-12-2014 (Donnerstag) 9.50 Uhr

31-12-2014 (Mittwoch) 8.55 Uhr

 

 

Habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und ihn gleich geschaut. :BigGrin:

 

Hosoda ist nach Das Mädchen, dass durch die Zeit sprang und Summer Wars mit Ame & Yuki ein weiterer sehr sehr schöner Anime gelungen.  Ein phantasievoll großer kleiner Streifen über die unglaubliche Kraft der Familienbande. Absolut sehenswert für die ganze Familie. :WitchyGrin:

 

 


Vielleicht übertreibe ich jetzt, vielleicht hatte ich auch einen sehr sentimentalen Tag, als ich ihn angeschaut habe - immerhin war Weihnachten. ^^ Ame & Yuki ist ein Meisterwerk, der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe.

 

Es passierte etwas mit mir, das ich bis jetzt nur bei "Die letzten Glühwürmchen" so extrem erlebt habe. Ich verstehe selbst nicht so genau wieso, schon in den ersten zwei Sekunden (da ist noch gar nix passiert :D) hatte ich Tränen in den Augen. Diese Tränen wollten den kompletten Film lang nicht mehr verschwinden. Nicht, weil alles so traurig war (das war es ab und zu natürlich auch), sondern weil ich einfach so gerührt war. Ok, irgendwie ist mir das jetzt peinlich... xD

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Hier komm nich mehr weinen...

 

 

(Amazon)

 

 

 

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Ich kann euch nur Psycho Pass empfehlen:

 

Ist zwar etwas brutal, aber die Story finde ich sehr tiefgründig durchdacht.

1. Psycho Pass 

 

 

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Oh sehe ich hier etwa die Anime Version von Minority Report? Es geht also auch andersrum. :BigGrin:

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chungkingAngeL schrieb:

Oh sehe ich hier etwa die Anime Version von Minority Report? Es geht also auch andersrum. :BigGrin:


Kann sein^^

Minority Report habe ich glaub ich nicht gesehen oder es ist einfach nur zu lange her, dass ich den Film gesehen habe.

 

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Des is der Streifen mit Tom "der Scientologe" Cruise.

 

 

 

Im übrigen... zwar schon etwas älter, aber diese OVA schon gesehen?

 

 

 

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